St. Petersplatz-Verein lud zur Michaelisvesper in der St. Peterskapelle mit anschließender Weinprobe ein

 

„Der Wein erfreut des Menschen Herz“, so heißt es im 104. Psalm. Was 220 Mal in der Bibel vorkommt, kann nicht nebensächlich sein: Der Wein. Der Weinstock kommt immerhin 51 Mal vor. So feierte man jetzt in der St. Peterskapelle einen festlichen Weingottesdienst. Eingeladen hatten in einer Gemeinschaftsveranstaltung der Siegerländer Weinkonvent und der St. Petersplatz-Verein Netphen. Ja zu Beginn der Ernte- und Weinlesezeit ist das alles recht passend, hieß es in der Einladung. Das mit Weinlaub und Sonnenblumen geschmückte kleine Simultangotteshaus am St. Petersplatz war vollbesetzt, als zu Beginn Lob – und Danklieder gesungen wurden und noch Klappstühle beigestellt werden mussten.

In seiner Festpredigt, die unter dem Motto „Wein und Bibel“ stand, kam Pfarrer i.R. Klaus Seidenstücker u.a. auch auf die Hochzeit zu Kana (Johannes 2-12) zu sprechen. Der frühere langjährige Seelsorger an der Martinikirche in Netphen veranschaulichte sehr treffend aus weiteren Bibelstellen den Sinn und die Verbindung des Weins und der Weinberge zu Jesus Christus. „Kommt mit Gaben und Lobgesang, jubelt laut und sagt fröhlich Dank: Er bricht Brot und reicht uns den Wein“, sang die Gemeinde zu Beginn des eucharistisch - sakramentalen Höhepunkt des Weingottesdienstes. Unter großer Beteiligung feierte die Festgemeinde das Heilige Abendmahl vor dem geschmückten Altar und Kruzifix in St. Peter.

Nach dem Gottesdienst wurde die Veranstaltung im Alten Feuerwehrhaus mit einer zünftigen Winzervesper, die Petersplatzfrauen zubereitet hatten und einem Winzerschoppen eröffnet. Im Namen des Weinkonventes und des Petersplatzvereins hieß Manfred Schröder die Gäste aus allen Teilen des Siegerlandes willkommen. Ein besonderer Gruß galt Raimund Währinger aus Ruckersfeld, dem früheren Kellermeister des Konventes, der die anschließende sechsteilige Weinprobe „ Aus Gottes Gärten“ konzipiert hatte. Als neue Kellermeister wurden Michael Dickel (Siegen) und Marc Weber (Netphen) vorgestellt. Für die notwendige musikalische Untermalung der Winzermahlzeit sorgte der Weinfreund Siegbert Ullrich aus Trupbach mit klangvollen Weinliedern, begleitet von Organist Matthias Fischer am Piano.

Die „Sakralen Weinschätzchen“ wurden aus mehreren deutschen Weinbaugebieten mit Lichtbildern und entsprechendem Hintergrundwissen zum Verkosten präsentiert. Zu jedem der insgesamt sechs kredenzten Spitzenweine „Himmlische Tropfen“ gab es eine historische Geschichte. Dem Wahlspruch des Weinkonventes: „In vite vita- in der Rebe das Leben“ machte die Gemeinschaftsveranstaltung mit dem St. Petersplatz-Verein alle Ehre.

Die Peterskapelle im Wandel der Zeit

Die 1257 erstmals erwähnte und 1945 durch Kriegseinwirkung zerstörte Peterskapelle wurde wieder aufgebaut. 1987 wurde das kleine Gotteshaus eingeweiht. Gemäß dem alten Simultanvertrag von 1651 dient nun auch die neue St.-Peterskapelle der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde wieder als Gottesdienststätte.

Früher

Die alte Kapelle um 1933

Heute

Der heutige Innenraum der Peterskapelle

St.-Peterskapelle

St.-Petersplatz
57250 Netphen

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© Hubert Groos